Tag 6, 29.8.19

Über Urk zurück nach Stavoren

Konstanter Wind um SW 3 -4 lässt uns einen schnurgeraden Kurs fahren.

Sie hatten es nicht eilig. Später sahen wir, dass sie Richtung Ketelmeer gefahren sind, wahrscheinlich Törnende in Kampen.

Urk

Immer schön, am Stadtkai anzulegen, sich was mit Fisch zu besorgen und lecker lunchen. Der Pfeil zeigt auf ein Boot, nicht die Fuchur, aber da lagen wir.

Zurück nach Stavoren

Rückfahrt mit Überraschung

Inzwischen hat der Wind auf West gedreht, mit feinen 4 Bft. Da kommt man hoch am Wind gut vorwärts.

Was jetzt?

Der Skipper ist gerade unter Deck, um mal in die Karte zu schauen. Da schreien sie vom Cockpit nach ihm. Die Genua kam runter, warum war vorerst nicht zu erkennen. Also Genua abmontieren, etwas anstrengend bei dem Geschaukel.

Sturmfock statt Genua

3,5 kn Fahrt nur mit dem Groß war unbefriedigend. also die Sturmfock eingefädelt und am Spi-Fall hoch gezogen. Brachte immerhin 5 kn Fahrt gegen eine bockige, Ijsselmeer typische Welle

Zurück in Stavoren

Nach Kreuzkurs gen Norden wieder am Ausgangsort. Gerne zeigt man seine Hafenbelege am Stag.

Fehler suche und Reparatur

Den Mitarbeiter des Verscharteres haben wir mit dem Großfall in den Mast hoch gezogen, gesichert mit dem Spi-Fall. Er hat das Problem schnell gefunden und nach einem 2. Hochziehen repariert. Was war passiert?

Das war's

Der Wirbel-Schäkel des Genua-Falls war gebrochen. Wie man sieht, war der schon länger lädiert. Die dunkle Fläche ist alter Bruch, die helle der neue. Gut, dass das erst am letzten Tag geschah. Hätten wir normale niederländische Windverhältnisse gehabt, wäre das schon am 2. Tag passiert. Bei 5 Bft. auf der Nordsee nicht so spassig.

Fazit

So, Törn glücklich zu Ende. Kaution zurück. Sehr schöne Tage mit sehr netter Crew. Zu wenig Wind. 4 Flautentage Ende August, das hatten wir noch nie in dem Revier. Vielleicht mal einen pro Woche, sonst meistens zwischen 3 und 5 Bft., fast regelmäßig mal an einem Tag 6 - 7.  2010 saßen wir mal 2 zusätzliche Nächte auf Vlieland fest bei 9 Bft.

Nach dem Törn ist vor dem Törn.

 

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